Geminiden 2026: Der stärkste Sternschnuppenstrom des Jahres, fast ohne Mond
In der Nacht vom 14. auf den 15. Dezember erreichen die Geminiden ihr Maximum — bei nur etwa einem Viertel Mond. Warum dieser Strom oft unterschätzt wird und wie du ihn wirklich siehst.
Die Geminiden sind objektiv der stärkste und zuverlässigste Meteorstrom des Jahres. Nur die Dezemberkälte hält viele Beobachter ab. 2026 kommt dazu: Der Mond ist zum Maximum nur zu etwa einem Viertel beleuchtet und stört nur wenig.
Die Eckdaten
- Maximum: Nacht vom 14. auf den 15. Dezember 2026 — beste Zeit meist nach Mitternacht bis zur Dämmerung
- Rate: nach unserer Rechnung bis zu 150 Meteore pro Stunde unter perfektem Himmel (ZHR); real deutlich weniger, vor allem in Stadtnähe
- Mondlicht: rund 27 % am Abend, bis etwa 29 % nach Mitternacht
- Geschwindigkeit: 35 km/s — vergleichsweise langsam, die Meteore sind hell und oft farbig
- Ursprung: der Asteroid 3200 Phaethon
Wo du hinschaust
Der Radiant liegt im Sternbild Zwillinge und steht schon am frühen Abend hoch. Schau nicht direkt dorthin, sondern etwa 40 Grad daneben — dort sind die Spuren am längsten.
So klappt es
- Zieh dich sehr warm an, denn du liegst lange still.
- Such dir einen Platz weit weg von Straßenlaternen und nimm eine Liege oder Isomatte mit.
- Lass die Augen 20 bis 30 Minuten an die Dunkelheit gewöhnen.
- Lass Fernglas und Teleskop zu Hause: Sie verengen das Blickfeld.
Sichtbarkeitszeiten für deine Stadt stehen im Himmelskalender und auf der Seite zum Geminiden-Maximum. Kein Wetterversprechen: Ob der Himmel aufklart, zeigt erst der Blick aus dem Fenster.
Wer den Himmel dieser Nacht als Erinnerung verschenken möchte: Die Sternenkarte zeigt ihn für deinen Ort und deine Minute. Druck und Rahmen bestellst du als Weihnachtsgeschenk bis Do 10.12., das PDF geht bis 24.12.
Weitere Berichte.
Am 12. August schob sich der Mond vor die Sonne — tief im Westen, mitten im Sonnenuntergang. Warum diese Finsternis so ungewöhnlich war, wo sie total wurde und was die berechneten Daten für Deutschland sagten.
3 Quellen · 2 Min. Lesezeit
Seit dem 30. Juni durchmustert das Vera-C.-Rubin-Observatorium in Chile den kompletten Südhimmel — alle paar Nächte, zehn Jahre lang, mit der größten Digitalkamera der Welt. Was die Legacy Survey of Space and Time verändern wird.
4 Quellen · 2 Min. Lesezeit
Im April flogen erstmals seit 1972 wieder Menschen um den Mond. Artemis II brach nebenbei den Entfernungsrekord von Apollo 13 — und lieferte die Generalprobe für die Mondlandung von Artemis III. Was die Mission gezeigt hat.
4 Quellen · 2 Min. Lesezeit


